Wie lange hält die Batterie eines Herzschrittmachers?

Wann eine Batterie erschöpft ist, hängt davon ab, wie viel der Schrittmacher für Sie arbeiten muss. In der Regel hält sie 6 bis 10 Jahre, eine festgelegte Lebensdauer gibt es jedoch nicht.

Schrittmacher brauchen Energie

Ein Herzschrittmacher hat verschiedene Funktionen. Er misst herzeigene Aktionen, wertet sie aus und sendet elektrische Impulse an den Herzmuskel, wenn das Herz zu langsam oder zu selten schlägt. All diese Aufgaben verbrauchen Energie.

Bei einigen Menschen muss er selten eingreifen und hat überwiegend eine Back-up-Funktion. In diesem Fall wird seine Batterie kaum belastet. Muss er hingegen fast die gesamte Zeit die elektrische Funktion des Herzens übernehmen, so ist der Energieverbrauch deutlich größer.

Alle sechs Monate zur Kontrolle

Ein Herzschrittmacher muss halbjährlich überprüft werden. Hier messen die Mediziner, ob Empfang der Signale und Abgabe von Stromimpulsen korrekt funktionieren. Das Gerät errechnet zudem aus verschiedenen Messwerten, ob der Batteriestatus generell noch ausreichend ist, oder ob die Batterie bald erschöpft sein wird. Die Abkürzung ERI steht dabei zum Beispiel für "elective replacement indication" und bedeutet, dass ein Termin zum Batteriewechsel geplant werden sollte.

Wenngleich es also keine festgelegte Lebensdauer für die Batterie Ihres Schrittmachers gibt, so geben die durchgeführten Kontrollen Angaben darüber, ob die Batterie zum Zeitpunkt des Tests noch ausreicht.

Damit Ihr Schrittmacher Ihnen durchgehend Schutz bieten kann, ist es wichtig, dass Sie Ihre Kontrolltermine beim Kardiologen wahrnehmen und, wenn nötig, die Batterie austauschen lassen.

Autorin: Dr. med. Susanne Endres

Alle Fragen und Antworten dazu finden Sie hier:
Schrittmacher (Herzschrittmacher): Typen und Funktion

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