Was ist eine ST-Senkung oder ST-Strecken-Senkung?

Eine ST-Senkung ist eine Auffälligkeit im EKG. Es handelt sich um eine Absenkung der sogenannten ST-Strecke. In der EKG-Kurve ist die ST-Strecke die halbwegs gerade Linie nach dem großen Zacken, den man von EKG-Kurven kennt.

Möglicher Hinweis auf verengte Herzgefäße

Eine ST-Senkung tritt relativ häufig auf und ist in vielen Fällen ohne jeden Krankheitswert. Allerdings kann sie auch ein Hinweis auf eine Durchblutungsstörung des Herzens sein. Bei einer Gefäßverengung der Herzkranzarterien infolge einer Arteriosklerose ist eine ST-Strecken-Senkung ein typischer Befund. Wenn man zum Beispiel unter körperlicher Belastung (Fahrrad-Ergometer beim EKG) irgendwo am Herzen eine Minderdurchblutung hat, weil ein oder mehrere Herzgefäße verengt sind, dann kann sich das im EKG in einer Senkung dieser ST-Strecke äußern.

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Allerdings ist das kein Beweis. Eine ST-Strecken-Senkung im EKG kann auch ohne weiteres auftreten, obwohl das Herz völlig gesund ist. Sollte bei Ihnen eine bisher unbekannte ST-Strecken-Senkung entdeckt worden sein, wird man dieser Frage wahrscheinlich bei Ihrem Kardiologen näher nachgehen und die Herzkranzgefäße genauer anschauen.

Auch Herzrhythmusstörungen können eine Ursache sein

Neben der Durchblutungsstörung gibt es auch einige andere Herzprobleme, die in selteneren Fällen Ursache der ST-Senkung sein können. Zum Beispiel ein sogenannter Schenkelblock oder ein Präexzitationssyndrom – beides spezielle Formen von Herzrhythmusstörungen.

Die ST-Strecke ist übrigens körperlich betrachtet die Periode, in der die Erregung der Herzkammer voll ausgebildet ist, um dann kurz danach wieder runterzufahren.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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