Was ist im EKG ein QRS-Komplex?

Die QRS-Komplexe sind, etwas vereinfacht gesagt, die EKG-Zacken pro Herzschlag. Also die hohen, regelmäßigen Ausschläge, die in Filmen und Krankenhaus-TV-Serien immer als "Beep" auf dem Monitor zu sehen sind, um dann – kurz nach dramatisch anschwellender Musik – auszusetzen, damit die Notärzte zum Einsatz kommen. In Wirklichkeit passiert das zum Glück höchst selten.

QRS = Erregung der Herzkammer

Der QRS-Komplex zeigt in der EKG-Kurve die elektrische Erregung der Herzkammer an. Er besteht normalerweise aus drei Zacken: einer Q-Zacke nach unten, einer folgenden R-Zacke nach oben und am Ende einer S-Zacke, die wieder nach unten zeigt. Der hohe Zacken, den wir im Fernsehen immer auf den Monitoren sehen, ist also die R-Zacke. Nach dem QRS-Komplex folgt in einer normalen EKG-Kurve eine wellige Linie, bevor der nächste QRS-Komplex kommt.

An der Art des QRS-Komplexes können Ärzte und vor allem Herzspezialisten eine Unzahl an möglichen Problemen erkennen. Manchmal mehr, als einem lieb ist. Von der Rhythmusstörung mit Extraschlägen, die selbst ein Ungeübter erkennt, bis hin zu Durchblutungsstörungen oder Spuren eines früheren Herzinfarkts.

Autor: Dr. med. Jörg Zorn

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