Bluthochdruck: Manchmal hilft gesunder Schlaf mehr als Medikamente

Aktueller Arzt-Tipp

Es gibt grob zwei Arten von Bluthochdruck: Der häufigste ist der sogenannte essentielle Hochdruck, für den bis heute keine klare Ursache bekannt ist. Bei entsprechend hohen Werten müssen zur Vermeidung von Spätfolgen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall in der Regel Blutdrucksenker eingenommen werden (z.B. Codiovan®, Bisoprolol AL®, Norvasc®, Carmen® oder andere). Eine gesunde Lebensweise ist ebenfalls sehr wichtig, genügt aber allein meist nicht.

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Die zweite, seltenere Form ist der sogenannte sekundäre Bluthochdruck. Hierbei ist eine andere Grundkrankheit (z.B. eine Nierenerkrankung oder eine Hormonstörung) für die hohen Druckwerte verantwortlich. Da mit Beseitigung dieser Grundkrankheit auch der Druck automatisch abnimmt, ist es wichtig, diese anderen Ursachen zu erkennen.

Schlafapnoe-Syndrom: Atemstillstände im Schlaf

Eine sehr häufige, aber oft nicht erkannte Ursache ist hier das sogenannte Schlafapnoe-Syndrom. Hierbei kommt es in der Nacht zu wiederkehrenden, kurzen Atemaussetzern. Die Betroffenen haben Durchschlafstörungen, fühlen sich tagsüber oft müde und schnarchen überdurchschnittlich häufig. Und was mindestens genauso bedeutsam ist: Auf Dauer ist das nächtliche Ankämpfen gegen die Atemaussetzer eine enorme und gefährliche Belastung für das Herz.

Wenn Sie derlei Symptome bei sich (oder Ihrem Partner!) feststellen, sprechen Sie mit Ihrem Arzt. Die Schlafapnoe ist vor allem dann gefährlich, wenn sie nicht erkannt und behandelt wird. Ansonsten können die Atemaussetzer meist gut behandelt und behoben werden.

Wenn Ihr Arzt Sie bei der Erhebung der Krankengeschichte also nach Ihrem Schlaf und Ihren Schlafgewohnheiten fragt, nehmen Sie den Punkt bitte nicht auf die leichte Schulter – gerade eventuell auch Ihrem Blutdruck zuliebe.

Ihre Dr. med. Monika Steiner

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