Welche Folgen kann die koronare Herzkrankheit (KHK) haben?

Die schwerwiegendste Folge verengter Koronararterien ist der Herzinfarkt. Kann sauerstoffreiches Blut die Engstelle eines arteriellen Blutgefäßes des Herzens (Koronararterie) plötzlich nicht mehr passieren, wird ein Anteil des Herzmuskels nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. In der Folge gehen mehr oder weniger Muskelzellen zugrunde.

Unsere 12 wichtigsten Tipps bei KHK und Arteriosklerose

weiterlesen...

Daneben kann die koronare Herzkrankheit auch selbst Beschwerden verursachen. Bei Belastung oder Aufregung zum Beispiel steigt der Energieverbrauch des Herzmuskels, so dass ein erhöhter Blutfluss durch die Herzkranzgefäße nötig ist. Da die Durchblutung des Herzens durch die koronare Herzkrankheit jedoch vermindert ist, entstehen Beschwerden wie Luftnot, ein Gefühl der Herzenge oder Schmerzen. Man spricht von Angina pectoris (Herzenge). Menschen mit koronarer Herzkrankheit sind deshalb im Alltag häufig etwas eingeschränkt, zumindest wenn die Engstellen schon sehr ausgeprägt sind.

Symptome können immerhin auch warnen

Gefährlich ist die Krankheit aber vor allem dann, wenn sie keine Beschwerden verursacht und man nicht einmal von ihr weiß. Denn auch ohne große vorherige Symptome kann es zu einem Herzinfarkt kommen.

Doch ob mit oder ohne Beschwerden: Eine länger bestehende und zunehmende koronare Herzkrankheit schädigt den Herzmuskel. Mögliche Spätschäden sind außer dem Herzinfarkt auch eine Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) und Herzrhythmusstörungen. Es ist also keine gute Idee, diese Erkrankung auf die leichte Schulter zu nehmen. Mit einer gewissenhaften medikamentösen Behandlung und einem gesunden Lebensstil kann das Risiko von ernsten Herzschäden bis hin zum Herzinfarkt deutlich reduziert werden.

Autorin: Dr. med. Julia Hofmann

Haben Sie eigene Erfahrungen oder eine andere Meinung? Dann schreiben Sie doch einen Kommentar (bitte Regeln beachten).
Anzeigen