Wann erfahre ich die Ergebnisse aus der Herzkatheter-Untersuchung?

Meist ist eine Befundmitteilung bereits während der Untersuchung möglich, weil die Ergebnisse eindeutig sind. In Einzelfällen werden möglicherweise zunächst weitere Besprechungen mit dem Hausarzt oder Facharzt veranlasst, bevor die Ergebnisse mitgeteilt werden.

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Ablauf beim Herzkatheter

Bei einem Herzkatheter werden Ihre Herzkranzgefäße untersucht. Mithilfe von Kontrastmittel, das wie ein Farbstoff durch die Adern fließen kann und sie damit im Röntgenbild sichtbar macht, wird überprüft, ob alle Gefäße durchgängig sind oder ob eine Kalkspange oder Verengung den Fluss behindert.

Ist dies der Fall, kann die Stelle gegebenenfalls direkt mit einem Ballon aufgedehnt und mit einem Gefäßgitterchen (Stent) versorgt werden. Bei zu vielen oder komplizierten Engstellen ist in einigen Fällen eine Herzoperation, eine sogenannte Bypass-OP, notwendig.

Der Herzkatheter wird in der Regel mit einer lokalen Betäubung wie beim Zahnarzt durchgeführt. Sind Sie sehr aufgeregt, geben die Mediziner bei Bedarf auch ein wenig Schlaf- oder Beruhigungsmedikamente.

Gespräch meist während der Untersuchung

Oft spricht Ihr behandelnder Arzt schon während des Herzkatheters mit Ihnen, so dass Sie direkt erfahren, ob zum Beispiel ein Stent gesetzt wurde. Dabei kommt es auch auf den Charakter des Arztes an, ob und wie viel er während des Herzkatheters mit Ihnen bespricht. Verläuft eine Untersuchung zudem etwas komplizierter, ist es manchmal nicht möglich, im Detail alle Schritte direkt zu erklären.

Ist der Befund komplex, müssen die Ärzte eventuell überlegen, ob eine Engstelle mit einem Stent oder doch einer OP behandelt werden soll. Dann dauert es manchmal ein paar Tage, bis feststeht, welcher Therapieschritt für Sie der beste ist.

Im Zweifelsfall nochmal nachfragen

Beachten Sie: Einige Beruhigungsmedikamente führen zudem zu einer sogenannten retrograden Amnesie. An einen Teil der Untersuchung und des Gespräches können Sie sich dann im Nachhinein nicht mehr erinnern.

Manchmal kommen Ihr Arzt oder auch ein Stationsarzt am Abend oder am Folgetag der Untersuchung noch einmal auf Sie zu und sprechen mit Ihnen. Wenn Sie das Gefühl haben, zu wenig oder zu spät Informationen zu bekommen, haken Sie ruhig intensiver nach.

Autoren: Dr. med. Julia Hofmann, Dr. med. Jörg Zorn, Dr. med. Susanne Endres

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