Was bedeutet Ein-Gefäß-Erkrankung und Mehr-Gefäß-Erkrankung?

Je nachdem, wie viele Koronararterien (Herzkranzgefäße) von der koronaren Herzkrankheit betroffen (also verengt) sind, spricht man auch von Eingefäß- oder Mehrgefäßerkrankung. Bei der Zählung berücksichtigt werden auch wichtige Haupt- und Nebenäste der beiden Koronararterien.

Manchmal liest man im Arztbrief auch die Begriffe 1-Gefäß-Erkrankung, 2-Gefäß-Erkrankung oder 3-Gefäß-Erkrankung. Mit den drei Gefäßen sind das rechte Herzkranzgefäß (Arteria coronaria dextra) und zwei wichtige Äste des linken Herzkranzgefäßes (Arteria coronaria sinistra), nämlich der Ramus interventricularis anterior (RIVA) und der Ramus circumflexus, gemeint. Begriffe wie Ein-, Zwei- oder Drei-Gefäß-Erkrankung geben also Auskunft über den Ort und die Ausdehnung der koronaren Herzkrankheit.

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Davon abzugrenzen ist eine sogenannte Stammstenose. Hierbei liegt eine Verengung in dem Bereich vor, an dem die Koronararterien aus der Hauptschlagader entspringen. Die Durchblutungsprobleme betreffen bei der Stammstenose folglich alle Herzkranzgefäße.

Autorin: Dr. med. Julia Hofmann

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