Kann ich mit koronarer Herzkrankheit allein Sport treiben oder ist eine Betreuung besser?

In den meisten Fällen können Sie auch allein Sport treiben, wenn Sie das bevorzugen. Aber stimmen Sie sich zu Beginn einmal gründlich mit Ihrem Arzt ab. Mit einer koronaren Herzerkrankung (KHK) sollten Sie nicht ohne diese ärztliche Rücksprache sofort mit einem anstrengenden Training beginnen.

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Zunächst muss der Arzt die Belastungsfähigkeit Ihres Kreislaufs untersuchen. Dies ist im übrigen auch bei gesunden untrainierten Personen sinnvoll. Dann kann in Abhängigkeit von anderen Faktoren wie Ihrem Alter, möglichen anderen Erkrankungen (besonders des Bewegungsapparates) und nicht zuletzt Ihren persönlichen Vorlieben ein Trainingsplan erstellt werden.

Lieber langsam, aber regelmäßig

Wichtig ist, nicht von Anfang an volle Leistung bringen zu wollen. Ein moderates Ausdauertraining genügt am Anfang völlig. Dies kann insbesondere zu Beginn auch nur ein viertel- oder halbstündiger Spaziergang sein. Hauptsache, Sie machen das regelmäßig.

Koronar- oder Herzsportgruppen sind aber natürlich durchaus sinnvoll. Dort lernt man unter Anleitung und Betreuung, an die Belastungsgrenze zu gehen ohne es zu übertreiben.

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Kommentare (1)
Koronare Herzkrankheit
1 Montag, den 10. August 2015 um 15:15 Uhr
Friedrich
Bin 78 Jahre. Habe Februar 2011 4 Bypässe bekommen. Auf Empfehlung der Herzchirurgie (Erlangen) habe ich mit einer Herzsportgruppe Kontakt aufgenommen, wurde aber von der Leiterin abgewiesen, da sie mich (noch) nicht für belastbar hielt.
Da meine Mobilität mit den Beinen inzwischen sehr stark nachgelassen hat, bin ich jetzt dazu übergegangen, seit mehr als einem Jahr regelmäßig im Schwimmbad mindestens inzwischen 5 Stunden pro Woche aktiv zu sein. Die Folge ist, dass ich meine Medikamente (Blutdruck, Blutzucker) vermindern, die Mittel gegen Cholesterin einvernehmlich mit meinem Hausarzt ganz absetzen konnte. Außerdem hat sich meine körperliche Aktivität auch bei einem Belastungs-EKG erheblich positiv ausgewirkt.
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