Welche Rolle spielen Mineralstoffe für das Herz und den Kreislauf?

Für die Erregung und die Pumparbeit der Herzmuskelzellen ist ein komplexer biochemischer Ablauf notwendig. Entspannung und Anspannung von Muskelzellen beruhen auf einem definierten Verhältnis von geladenen Teilchen (Ionen) innerhalb und außerhalb der Zelle.

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Zu den Mineralstoffen gehören zum Beispiel Natrium, Kalium, Magnesium und Calcium. Sie werden mit der Nahrung aufgenommen und übernehmen verschiedene Aufgaben im Körper. Unter anderem sind sie an komplexen elektrochemischen Vorgängen in beziehungsweise zwischen den Zellen beteiligt.

Herz unter Spannung

An den Zellwänden findet mit Hilfe von kleinsten Pumpen und Kanälchen ein Austausch unter anderem von Natrium, Kalium und Chlorid statt. Diese Elemente sind elektrisch teils positiv und teils negativ geladen. Durch ihren Austausch werden Spannungen an der Zellwand aufgebaut.

Dies passiert auch in allen Herzzellen. Der Schrittmacher des Herzens, der sogenannte Sinusknoten, fängt dabei an. Er ist ein sehr kleines Areal aus spezialisierten Zellen. Die hier erzeugte Spannung wird über andere Spezialzellen zu jeder einzelnen Muskelzelle weitergeleitet. Die elektrische Erregung führt dann zum Herzschlag, circa 60 mal pro Minute. Störungen zum Beispiel im Kaliumhaushalt können daher zu Rhythmusstörungen führen.

Die Mineralstoffe werden auch Elektrolyte genannt. Sie werden nicht nur vom Herzen, sondern auch von allen anderen Zellen im Körper genutzt.

Autorin: Dr. med. Susanne Endres

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