Was sind Venen?

Venen sind die Blutgefäße mit der höchsten Speicherkapazität für das Blut des Körpers. Sie transportieren meist sauerstoffarmes Blut aus den Geweben und Organen zurück zum Herzen.

Blutkreislauf und Gefäße

Circa viereinhalb bis sechs Liter Blut fließen durch unseren Körper. Als Transportwege dienen Gefäße. Über sogenannte Arterien gelangt dabei frisches, sauerstoffreiches Blut zu den Organgen. Der Sauerstoff wurde vorher in einem feinen Geflecht aus kleinsten Adern in den Lungenbläschen aufgenommen.

Organe wie Herz, Nieren, Gehirn, Leber, Darm und die Muskulatur entziehen dem frischen Blut sowohl einen Teil des Sauerstoffs als auch Nährstoffe, die im Magen-Darm-Trakt aufgenommen wurden. Verbrauchtes Blut fließt im nächsten Schritt dann wiederum über sogenannte Venen zurück Richtung Lunge und Herz, wo sich der Kreislauf schließt und von vorne beginnt.

Venen im Vergleich zu Arterien

Venen unterscheiden sich in ihrem Aufbau von den Arterien, da sie andere Aufgaben erfüllen. Arterienwände sind eher "fester", da sie einem relativ hohen Druck im Gefäß standhalten müssen. Sie können ihn zum Beispiel als Puls am Handgelenk tasten. Wird eine Ader verletzt, blutet es sehr stark, unter bestimmten Umständen kann dies auch lebensgefährlich sein.

Venen hingegen sind "weicher". Sie müssen gegen die Schwerkraft verbrauchtes Blut zurück zu Lungen und Herz führen. Klappen regulieren dabei wie Ventile die Flussrichtung. Wenn die Venen erkranken oder ihre Wände nachgeben, kann sich Blut in ihnen zurückstauen und versacken. Die Gefäße erweitern sich dann, Krampfadern (Varizen) können entstehen.

Übrigens: Blut wird in der Regel aus Venen und nur in ganz besonderen Fällen aus Arterien entnommen.

Dr. med. Susanne Endres

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