Risiko

Was erhöht die Gefahr für einen Herzinfarkt? Wer ist besonders gefährdet? Mehr dazu in diesem Kapitel.

Welches sind die wichtigsten Risikofaktoren für einen Herzinfarkt?

Hauptursache eines Herzinfarktes ist eine Arteriosklerose bzw. Gefäßablagerungen in den Herzkranzgefäßen. Somit sind die wichtigsten Risikofaktoren für einen Herzinfarkt auch diejenigen, die zu einer Arteriosklerose führen können.

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Welche Risikofaktoren für einen Herzinfarkt sind selbst beeinflussbar?

Viele Risikofaktoren für einen Herzinfarkt kann man selbst beeinflussen. Dazu gehören Rauchen, Bewegungsmangel und eine Fehlernährung, die zu Übergewicht führt.

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Sind koronare Herzkrankheit oder Herzinfarkt typische Manager-Krankheiten?

Nein. Früher ging man davon aus, dass Menschen, die besonders viel Stress im Beruf und wenig Zeit für sich und die Familie haben, häufiger an koronarer Herzkrankheit und Herzinfarkt erkranken. Doch gilt diese Meinung heutzutage als überholt.

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Schützt eine bestimmte Persönlichkeit vor Herzkrankheiten?

Wenn entsprechende Risikofaktoren vorliegen, schützt die Persönlichkeit nicht vor der der koronaren Herzkrankheit oder einem Herzinfarkt. Man kann also z.B. durch eine gelassene Persönlichkeit nicht wettmachen, dass man viel raucht.

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Kann man auch ganz ohne vorherige Beschwerden einen Herzinfarkt erleiden?

Ja. Nicht wenige Menschen, die einen Herzinfarkt bekommen, hatten im Vorfeld des Ereignisses keinerlei Beschwerden. Zumindest können sie sich an keine erinnern. Besonders betrifft dies Personen mit Zuckerkrankheit (Diabetes), deren Schmerzempfindung aufgrund der Diabetes-Erkrankung gestört ist.

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Muss ich mich untersuchen lassen, wenn bereits mehrere Familienmitglieder einen Herzinfarkt erlitten haben?

Haben mehrere Familienmitglieder einen Herzinfarkt erlitten oder leiden Sie unter einer koronaren Herzkrankheit oder einem anderen Gefäßleiden, ist (statistisch) auch das eigene Erkrankungsrisiko erhöht. Unsere Empfehlung lautet deshalb: Ja, lassen Sie sich mal "durchchecken".

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Kann ich mein Risiko für einen Herzinfarkt oder die koronare Herzkrankheit testen?

Es gibt z.B. auf den Internetseiten der Deutschen Herzstiftung e.V. einen Test zur Überprüfung des eigenen Risikos (www.herzstiftung.de). Allerdings kann der Test nur Anhaltspunkte für ein erhöhtes Krankheitsrisiko liefern und ersetzt keinesfalls den Arztbesuch.

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Steigt mein Herzinfarkt-Risiko, wenn ich meine Cholesterin-Senker nicht regelmäßig einnehme?

Ja. Wer aufgrund deutlich erhöhter Cholesterin-Spiegel cholesterinsenkende Medikamente verordnet bekommt und diese nicht regelmäßig einnimmt, hat ein um 25% erhöhtes Risiko, einen Herzinfarkt zu bekommen (im Vergleich zu denjenigen, die ihre Medikamente nach Plan einnehmen).

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Steigt mein Herzinfarkt-Risiko, wenn ich meine Betablocker nicht regelmäßig einnehme?

Ja. Wer aufgrund deutlich erhöhten Blutdrucks Betablocker verordnet bekommt und diese nicht regelmäßig einnimmt, hat ein um 13% erhöhtes Risiko, einen Herzinfarkt zu bekommen (im Vergleich zu denjenigen, die ihre Medikamente nach Plan einnehmen).

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Senkt oder erhöht Alkohol das Herzinfarkt-Risiko?

Es gibt eine ganze Reihe an Studien, die darauf hindeuten, dass mäßiger Alkoholgenuss (1-2 Gläser Wein täglich) das Herzinfarktrisiko senkt. Vor allem Rotwein scheint mit seinen Inhaltsstoffen gefäßschützende Effekte zu haben. Endgültig gesichert ist das aber noch nicht.

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Kann eine Osteoporose-Therapie das Herzinfarktrisiko erhöhen?

Ja, allerdings ist diese Erkenntnis noch recht neu. Eine im British Medical Journal publizierte Metaanalyse (Bolland et al., BMJ 2010) hat ergeben, dass bei regelmäßiger Einnahme von Kalziumpräparaten (ohne gleichzeitige Vitamin-D-Gabe) zur Vorbeugung oder Behandlung einer Osteoporose das Herzinfarktrisiko in einem vierjährigen Beobachtungszeitraum um etwa 30% steigt.

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Warum bekommen Frauen ab den Wechseljahren häufiger Herzinfarkte?

Östrogen hat einen gewissen gefäßschützenden Effekt, weil es den Anteil des HDL-Cholesterins im Blut erhöht. Das HDL (High Density Lipoprotein) nimmt überschüssiges Fett in Blutgefäßen auf und transportiert es zur Leber. Dabei wird auch Cholesterin aus arteriosklerotischen Gefäßablagerungen (sogenannten Plaques) abgebaut.

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Stimmt es, dass frühere Fehlgeburten bei Frauen das Herzinfarkt-Risiko erhöhen?

Ja. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Heidelberger Studie mit über 11.000 Teilnehmerinnen. Demzufolge ist jede Fehlgeburt mit einem um den Faktor 2,32 erhöhten Herzinfarktrisiko verknüpft.

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Stimmt es, dass eine Schuppenflechte das Herzinfarkt-Risiko erhöht?

Ja. Was auf den ersten Blick ein wenig befremdlich erscheint, ist mittlerweile wissenschaftlich untermauert: Menschen mit Schuppenflechte (Psoriasis) haben ein erhöhtes Risiko, im Laufe ihres Lebens einen Herzinfarkt zu bekommen.

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