Was ist nach einem überstandenen Herzinfarkt das Wichtigste?

Dass kein zweiter Herzinfarkt auftritt. Das hört sich so selbstverständlich an, wird aber von vielen Betroffenen nicht ernst genug genommen. Die Erleichterung darüber, alles so gut überstanden zu haben, ist dann so dominierend, dass die Gefahr einer Wiederholung zu sehr in den Hintergrund rückt.

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Was man sich aber immer klar machen muss. Das, was den Herzinfarkt ausgelöst hat, ist immer noch da. Denn auch wenn der Infarkt vielleicht in einer besonderen Situation mit Stress oder Aufregung aufgetreten ist, liegt die eigentliche Ursache in den verkalkten und verengten Blutgefäßen rund ums Herz. Und diese Arteriosklerose ist natürlich nicht plötzlich weg. Im Gegenteil: Die wichtigste Aufgabe ist es jetzt, diese Grunderkrankung konsequent zu bekämpfen und damit das Risiko für einen erneuten Herzinfarkt zu verringern.

Dazu gehören zuallererst Anpassungen in der Lebensweise, auch wenn diese unbequem sein mögen (Ernährung, Sport, Gewichtsreduktion). Und dazu gehören auch Medikamente. Deren Bedeutung ist, auch wenn man subjektiv überhaupt keine Beschwerden mehr hat, immens.

Sprechen Sie über all das ausführlich mit Ihrem Arzt und nehmen Sie seine Empfehlungen ernst. Es lohnt sich!

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Kommentare (2)
Schuldzuweisung
2 Samstag, den 07. April 2018 um 06:20 Uhr
MP
Nach einem massiven und nahezu fatalen Hinterwandinfarkt, werde ich - sowohl in der Reha als auch hier in diesem Text - mit erhobenem Zeigefinger auf eine dringende Lebensumstellung hingewiesen. Und zwar auf eine Art, die nahe legt, dass der Infarkt auf eine falsche Lebensweise zurückzuführen sei. Hier werden die Infarktopfer ganz pauschal verurteilt.
Meine Lebensweise ist VORBILDLICH: viel Bewegung, Körperfett 13%, kein Zucker, kein Alkohol, kein negativer Stress, keine ungesättigten Fettsäuren, ausgewogene Ernährung - aber eine genetische Veranlagung zu Infarkt/plötzlichem Herztod.
In meinem Sportverein gibt es weitere Beispiele. Mit demselben Hintergrund. Daher: Verurteilen Sie die Opfer einer Krankheit nicht pauschal!
Wenn jemand (zum Beispiel) ein Bein verliert, sagt man ja auch nicht: "Daran bist du selbst schuld".
Berufsleben
1 Donnerstag, den 02. März 2017 um 03:21 Uhr
Franz Kornek
Wenn man sich bemüht, im Berufsleben Fuß zu fassen, aber doch nicht erfolgreich ist.
Ich mache bestimmt was nicht richtig.
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