Wie wird festgestellt, ob wirklich ein Herzinfarkt vorliegt?

Auch wenn alle sichtbaren Anzeichen dafür sprechen: Ob tatsächlich ein Herzinfarkt vorliegt, kann erst anhand von Blutuntersuchungen endgültig nachgewiesen werden.

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Als Beweis für einen Herzinfarkt gilt, wenn die Blutwerte für das "kardiale Troponin" oder "CK-MB" erhöht sind und zusätzlich mindestens eine der folgenden Veränderungen vorliegt:

  • typische EKG-Veränderungen
  • Brustschmerzen
  • vor kurzem durchgeführte Maßnahme an einem Herzkranzgefäß (z.B. eine PTCA).

Die schnellsten Veränderungen zeigen sich dabei im EKG. Als charakteristisch für einen Herzinfarkt gelten sogenannte ST-Strecken-Hebungen. Damit ist eine Erhöhung des Abschnitts unmittelbar hinter den berühmten Herzzacken (werden in jeder üblichen Arzt-Fernsehserie gezeigt) gemeint.

Die Blutkonzentration von Troponin und CK-MB steigt erst einige Stunden nach dem Infarkt an, so dass im akuten Stadium hiermit noch kein Herzinfarkt-Nachweis gelingt.

Daneben gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Blutmarker, die anstelle von Troponin und CK-MB gemessen werden können. Außerdem gibt es natürlich auch noch weitere Untersuchungsmethoden, aber die oben genannten sind für die Akutdiagnose die wichtigsten.

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