Wissenswertes zur medikamentösen Therapie

Muss man bei Bluthochdruck immer Tabletten nehmen? Und wenn ja, wie lange? Darum geht es in diesem Einleitungskapitel zur medikamentösen Behandlung.

Wirken blutdrucksenkende Medikamente sofort?

Grundsätzlich ja. Bei der Blutdrucksenkung unterscheidet man Notfälle und eine langfristige Einstellung. Medikamente werden je nach Situation gespritzt oder in Tablettenform eingenommen.

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Soll der Blutdruck bei einer medikamentösen Therapie schnell sinken?

Nein, im Gegenteil. Hört sich zwar befremdlich an, aber ein langsamer Behandlungserfolg ist besser. Denn vor allem bei älteren Menschen kann eine zu schnelle Senkung des Blutdrucks zu Beschwerden führen.

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Wie lange muss man blutdrucksenkende Medikamente einnehmen?

Blutdrucksenkende Medikamente beseitigen nicht die Ursache des Bluthochdrucks, so dass mit der Beendigung der Tabletteneinnahme auch kein Einfluss mehr auf den Blutdruck zu erwarten ist, wenn die Risikofaktoren des Bluthochdrucks nicht bekämpft wurden.

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Was ist besser gegen Bluthochdruck: ein einzelnes Medikament oder mehrere in Kombination?

Ob ein Einzelpräparat oder eine Kombination aus zwei oder mehr Wirkstoffen wirksamer ist, um den Blutdruck zu senken, muss von Fall zu Fall entschieden werden. Die Empfehlung lautet grundsätzlich, zunächst die Möglichkeiten eines Einzelpräparates auszunutzen.

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Warum soll ich ein zweites, drittes oder viertes Blutdruckmedikament erhalten?

Im Gegensatz zu vielen anderen Erkrankungen ist bei Bluthochdruck die Kombination mehrerer Wirkstoffe oft vorteilhaft. Wirken ein einzelnes blutdrucksenkendes Medikament oder auch mehrere Substanzen nicht in ausreichendem Ausmaß, kann die Verabreichung zusätzlicher blutdrucksenkender Medikamente zum gewünschten Erfolg führen.

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Können Blutdruckmittel eine Schlafstörung auslösen?

Ja, bestimmte Blutdruckmittel können zu Schlafstörungen führen. Das betrifft vor allem Betablocker und Alphablocker. Deutlich häufiger verschrieben werden Betablocker. Zu den Nebenwirkungen der insgesamt gut verträglichen Betablocker zählen Albträume sowie Ein- und Durchschlafstörungen.

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Verursachen mehrere blutdrucksenkende Medikamente nicht mehr Nebenwirkungen als ein Einzelpräparat?

Nein, das ist nicht der Fall, zumal das Auftreten von Nebenwirkungen häufig mit der Höhe der Dosis zusammenhängt. Anstatt die Maximaldosis eines Medikaments zu verabreichen, wenn der Blutdruck noch nicht ausreichend gesunken ist, kann der Arzt möglicherweise ein zweites Präparat verschreiben.

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Welche blutdrucksenkenden Medikamente eignen sich bei einer Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) besonders?

Aufgrund der nierenschützenden Wirksamkeit gelten sogenannte ACE-Hemmer bei Menschen mit Diabetes als Medikamente der ersten Wahl, um den Blutdruck zu senken.

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Bluthochdruck aufgrund einer Schilddrüsenüberfunktion: Muss man dann normale blutdrucksenkende Medikamente einnehmen?

Manchmal werden zumindest vorübergehend Medikamente wie Betablocker verabreicht, insbesondere um die Herzfunktion zu normalisieren. Im Vordergrund der Behandlung eines Bluthochdrucks, der auf eine andere Krankheit zurückzuführen ist, steht aber immer die Behandlung der zugrundeliegenden Erkrankung.

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Gewöhnt man sich an blutdrucksenkende Medikamente, so dass sie nicht mehr wirken?

Nein, ein Gewöhnungseffekt tritt bei Medikamenten zur Senkung des Bluthochdrucks nicht auf. Allerdings handelt es sich bei der medikamentösen Behandlung um keine ursächliche, sondern um eine symptomatische Behandlung.

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Blutdrucksenker führt zu Erektionsstörungen: Gibt es Alternativen?

Erektionsstörungen als Folge blutdrucksenkender Medikamente sind eher selten, aber sie kommen vor. Vor allem für manche Betablocker und Diuretika (Entwässerungsmittel) ist dieses Problem bekannt.

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