Wie wird das WPW-Syndrom behandelt?

Wenn ein WPW-Syndrom häufig zu Beschwerden führt oder wenn zusätzlich andere Herzerkrankungen vorliegen, sollte man das Wolff-Parkinson-White-Syndrom (WPW-Syndrom) behandeln.

Behandlung der Wahl ist die Katheterablation, bei der die zusätzliche Leitungsbahn im Herzmuskel verödet wird, so dass diese keine Erregungen mehr leiten kann. Dafür ist das Legen eines speziellen Katheters nötig. Mit dem Verfahren können die auslösenden Areale des WPW-Syndroms im Herzmuskel aufgespürt und anschließend verödet werden.

Auch antiarrhythmisch wirksame Medikamente können das WPW-Syndrom positiv beeinflussen. Wirksam sind z.B. Betablocker und Kalziumantagonisten (Kalzium-Kanal-Blocker). In der Akutbehandlung können die Medikamente direkt in die Vene gespritzt werden. Für eine längerfristige Einnahme werden dann jedoch Tabletten verordnet.

Autorin: Dr. med. Julia Hofmann

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Kommentare (2)
WPW-Syndrom durch Ablation heilbar
2 Dienstag, den 26. Januar 2016 um 08:00 Uhr
Navigator-Team
Hallo BenBen,

ja, die Chancen stehen sehr gut. Die Ablation führt in den allermeisten Fällen zu einer Heilung. Es werden auch beim WPW-Syndrom Heilungsraten bis zu 99% beschrieben.

Alles Gute und viele Grüße
Ihr Navigator-Team
WPW Syndrom
1 Montag, den 25. Januar 2016 um 22:25 Uhr
Benben34
Gibt es Patienten, die nach einer Ablation nie wieder Beschwerden haben? Also wirklich sehr viele Jahre?
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