Vorhofflimmern: Verlauf und Prognose

Wie gefährlich ist Vorhofflimmern? Kann man daran sterben? Mit welcher Behandlung lässt sich das Risiko am besten minimieren? Mehr dazu in diesem Kapitel.

Welche Gefahren drohen bei Vorhofflimmern?

Flimmert die Muskulatur des Vorhofs, ist ein effektives Pumpen des Blutes nicht mehr möglich. Das Blut staut sich zurück, so dass sich leicht Blutgerinnsel (Thromben) bilden können. Gelangen diese Thromben in die Herzkammern, besteht die Gefahr, dass sie in die Blutbahn ausgeschwemmt werden und dort kleinere Blutgefäße verstopfen.

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Warum können sich bei Vorhofflimmern in den Herzkammern leichter Blutgerinnsel bilden?

Genau genommen bilden sich die Blutgerinnsel bei Vorhofflimmern vor allem in den Herzvorhöfen. Von dort können sie dann in die Herzkammer wandern und von dort in die Blutbahn. Dann droht im schlimmsten Fall ein Schlaganfall.

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Auf welche Weise kann Vorhofflimmern einen Schlaganfall auslösen?

Beim Vorhofflimmern schlägt das Herz – genauer gesagt die Herzvorhöfe – aufgrund einer elektrischen Fehlleitung deutlich zu schnell. Auf bis zu 350 Schläge pro Minute kann dann die Herzfrequenz steigen. Dadurch ist eine normale Pumpbewegung des Herzens nicht mehr möglich, im Prinzip zucken die Herzmuskeln nur noch unkoordiniert.

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Ist mit Vorhofflimmern das Risiko für einen Schlaganfall erhöht?

Ja, wobei das Risiko für einen Schlaganfall bei jüngeren Menschen mit Vorhofflimmern deutlich geringer ist als das von älteren Menschen.

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Warum verschlimmert sich Vorhofflimmern häufig mit der Zeit?

Das Vorhofflimmern selbst führt zu weiteren Veränderungen der Herzmuskelzellen im Bereich der Vorhöfe, die den Prozess des Flimmerns unterhalten. Es entsteht also manchmal so etwas wie ein Teufelskreis.

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Entwickelt sich ein vorübergehendes Vorhofflimmern immer zu chronischem Vorhofflimmern?

Ob aus einem einmaligen Ereignis des Vorhofflimmerns oder aus episodisch auftretendem Vorhofflimmern eine chronische Rhythmusstörung wird, lässt sich im Vorfeld nicht so einfach bestimmen.

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Kann man an Vorhofflimmern sterben?

Nein, unmittelbar an Vorhofflimmern muss niemand sterben. Jedoch können die Folgen des Flimmerns lebensbedrohlich sein, etwa wenn sich in den Vorhöfen ein Blutgerinnsel (Thrombus) bildet, der dann in andere Arterien des Körpers gespült wird und diese verstopft. Man spricht von Embolie.

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Sinkt mit Vorhofflimmern meine Lebenserwartung?

Nein, Vorhofflimmern muss die Lebenserwartung nicht beeinträchtigen, wenn man die Rhythmusstörung behandeln lässt. Besonders bei Menschen unter 65 Jahren ohne weitere Herzerkrankungen ist aufgrund des Vorhofflimmerns mit keiner Einschränkung der Lebenserwartung zu rechnen.

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Sollte ich mich wegen immer wiederkehrendem Vorhofflimmern berenten lassen?

Herzrhythmusstörungen durch Belastungen und Stress am Arbeitsplatz empfinden viele Betroffene als bedrohlich. Eine häufige Überlegung geht dann in Richtung Berentung.

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Was ist der CHADS2-Score?

Der sogenannte CHADS2-Score dient dem Abschätzen des Schlaganfallrisikos beim Vorliegen von Vorhofflimmern.

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