Was ist Vorhofflattern oder Vorhofflimmern?

Normalerweise wird der Herzschlag vom Sinusknoten bestimmt. Diese kleine Zellstruktur im rechten Vorhof steuert über elektrische Signale die Herzfrequenz. Bei Vorhofflattern und Vorhofflimmern entstehen die Impulse für den Herzschlag nicht wie normalerweise im Sinusknoten, sondern an mehreren Stellen im Bereich der Vorhöfe.

Zu unterscheiden sind einzelne spontan aktive und schnell feuernde Erregungszentren von kreisenden Erregungen.

Flimmern beginnt bei einer Herzfrequenz von 350

Die häufigen und unregelmäßigen Erregungsimpulse führen zu einer stark erhöhten Anzahl von Kontraktionen (Anspannungen) der Herzvorhöfe. Bei einer Anzahl von 250 bis 350 Kontraktionen spricht man von Vorhofflattern, bei über 350 Kontraktionen pro Minute von Vorhofflimmern.

Das Problem: Bei zu häufigen Kontraktionen der Muskeln des Herzvorhofs sind die einzelnen Schläge nicht mehr effektiv genug, so dass möglicherweise zu wenig Blut in die Herzkammern gelangt, um von dort aus weiter gepumpt zu werden.

Autorin: Dr. med. Julia Hofmann

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