Wie läuft die Katheterablation bei Vorhofflimmern ab?

In der Regel wird man vor der Behandlung medikamentös über einen Zugang zur Armvene (Braunüle) in Schlaf versetzt. Über eine größere Vene oder Arterie am Arm,  an der Leiste oder im Bereich des Schlüsselbeins wird dann ein steuerbarer Katheter eingeführt und unter Röntgenkontrolle zum rechten Herzvorhof vorgeschoben.

Der linke Herzvorhof ist durch die Herzscheidewand der Vorhöfe erreichbar, indem die Herzscheidewand punktiert wird. Mit dem sogenannten computergestützten 3D-Mapping lässt sich mithilfe der Katheter die Herzinnenwand abtasten und ein dreidimensionales Modell des Vorhofs und der Lungenvenen erstellen. Dadurch erhält der Untersucher ein genaues Abbild der Anatomie.

Der Arzt stimuliert nun verschiedene Bereiche im Vorhof oder am Übergang zwischen Lungenvenen und Vorhof und versucht so die Herzrhythmusstörung zu provozieren. Gelingt dies, ist der Ort identifiziert, der für das Herzflimmern verantwortlich ist. Mit dem Ablationskatheter kann man nun diesen Ort veröden.

Untersuchung und Ablation erfolgen in einer Sitzung. Der Eingriff kann einige Stunden lang dauern.

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