Vorhofflimmern: Was ist effektiver – eine medikamentöse oder elektrische Kardioversion?

Die elektrische Kardioversion wird von vielen Experten als effektivste Möglichkeit angesehen, bei Vorhofflimmern wieder einen normalen Herzrhythmus herzustellen. Allerdings gibt es dafür keine Allgemeingültigkeit, es gibt also auch Fälle, in denen die Kardioversion nicht so gut geeignet ist. So muss immer individuell entschieden werden, welche Methode den größten Erfolg verspricht.

Kardioversion vor allem bei Jüngeren und "neuerem" Vorhofflimmern

Erfolgreich ist die elektrische Kardioversion oft bei jüngeren Menschen (relativ gesehen), bei denen das Vorhofflimmern Beschwerden verursacht, und bei Personen mit erst seit kurzem bestehendem Vorhofflimmern.

Aber nicht bei jedem ist eine elektrische Kardioversion sinnvoll, und nur bei entsprechend bestehenden Erfolgsaussichten sollte sie versucht werden. Während man früher schneller und häufiger eine elektrische Kardioversion durchführte, sieht man dies heutzutage differenzierter. Gerade bei älteren Personen mit lange andauerndem Vorhofflimmern und fehlenden Beschwerden bringt die elektrische Kardioversion nicht immer Vorteile in Bezug auf Krankheits- und Todeshäufigkeit (im Vergleich mit der medikamentösen Behandlung).

Autorin: Dr. med. Julia Hofmann

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