Welche Gefahren bestehen bei einer elektrischen Kardioversion?

Die elektrische Kardioversion ist zum Glück selten mit Nebenwirkungen oder Komplikationen behaftet, und wenn, dann eher aufgrund der Narkose.

Es kann zu Nebenwirkungen des Narkosemittels kommen. Möglich ist außerdem das Einatmen von Mageninhalt während der Narkose. Deshalb wird die Kardioversion im Nüchternzustand durchgeführt.

Sehr selten kommt es zu einer Embolie, dem Verschleppen eines Blutgerinnsels in andere Bereiche oder Organe des Körpers wie dem Gehirn mit der Folge eines Schlaganfalls. Dieses Risiko lässt sich jedoch mithilfe einer mehrwöchigen blutverdünnenden Therapie und der Ultraschalluntersuchung vor dem Eingriff extrem gering halten.

An der Berührungsfläche der Haut mit den Elektroden kann es zu einer Hautrötung und selten zu Verbrennungen kommen. Auch muskelkaterähnliche Beschwerden am Brustkorb können auftreten und wenige Tage anhalten.

Autorin: Dr. med. Julia Hofmann

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Kommentare (4)
El. Kardioversion
4 Freitag, den 19. Januar 2018 um 17:16 Uhr
Schrödinger
Man darf aber nicht unterschlagen, dass die Gefahr von schwerwiegenden, bleibenden Herzrhythmusstörungen besteht. Bei mir war im Anschluss eine ICD-Implantation nötig. Auch das Vorhofflimmern wurde nicht behoben und hat sich im Laufe von fünf Jahren so verstärkt, sodass jetzt eine Ablation nötig ist.
Gefahren bei Kardioversion
3 Donnerstag, den 24. November 2016 um 19:19 Uhr
JENS FISCHER
Wichtig ist die richtige Zumessung des Narkosemittels! Bei mir wurde zu NIEDRIG dosiert, so dass ich mir aufgrund unkontrollierter Bewegungen im linken Arm die Supraspinal-Sehne abgerissen habe....
Tolle Leistung der UNI Düsseldorf.
Gruß, Jens Fischer
Elektro Herzschock
2 Sonntag, den 28. Februar 2016 um 17:53 Uhr
Michael Fritzen
Vor 7 Jahren E-Herzschock wegen Arrhythmie. Seither Gehbeschwerden.
Kardioversion
1 Dienstag, den 24. November 2015 um 15:10 Uhr
Rüdiger
Ich hatte vor 14 Tagen (3 Monate nach Bypass-OP) eine elektrische Kardioversion. Die Behandlung (150 J) verlief völlig schmerzfrei. Die einzige Veränderung war ein Elektrodenabdruck auf der Brust, der aber bis zum Abend auch verschwunden war.
Mein Vorhofflimmern wurde beseitigt und ich habe bis jetzt einen Ruhepuls von ca. 60 Schläge/min (vorher ca. 20 mehr). Die restlichen Symptome der KHK sind nicht mehr vorhanden. Ich fühle mich leistungsfähiger. Man merkt nicht mehr, wenn man mal die Treppe raufläuft.
Also insgesamt - ein voller Erfolg. Ich kann die Methode nur weiterempfehlen.
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