Haben Sportler ein erhöhtes Risiko für den plötzlichen Herztod?

Statistisch haben Sportler tatsächlich ein ganz gering erhöhtes Risiko, einen plötzlichen Herztod zu erleiden. Allerdings sollte Sie das nicht beunruhigen. Das bedeutet nicht, Sport sei ungesund oder zu vermeiden. Im Gegenteil: Sport stärkt das Herz und hat vielerlei positive Auswirkungen für die Gesundheit.

Ist das nicht ein Widerspruch? Nein, und vielleicht wird es deutlicher, wenn man es anders beschreibt: Zu einem Kammerflimmern bzw. zum plötzlichen Herztod kann es überhaupt nur kommen, wenn das Herz in bestimmter Weise vorgeschädigt ist. Das ist extrem selten der Fall. Ist es aber der Fall, können körperliche Belastungen schlussendlich zum Auslöser werden. Fakt aber ist auch: Mit sportlicher Betätigung wird insgesamt die Herzgesundheit gefördert und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen insgesamt gesenkt.

Herz-Todesfälle durch Sport sehr selten

Todesfälle von Sportlern kommen in absoluten Zahlen sehr selten vor. Sie treten etwas häufiger bei Männern, im höheren Alter und bei sehr intensivem Sport auf.

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Bei Sportlern, die Kammerflimmern entwickeln, liegen häufiger angeborene Störungen des Herzens zugrunde. Dazu zählen Herzmuskelerkrankungen (30%), Anomalien der Herzkranzgefäße (15%) und entzündliche Krankheiten (5%). Möglich ist auch, dass der Aufprall von Gegenständen im Bereich des Brustkorbs wie ein Fußball zu Kammerflimmern führt (20%). Eine Ursache können auch Störungen der Herzerregung oder Erregungsweiterleitung sein, die vorher möglicherweise keine Beschwerden verursacht haben.

Autoren: Dr. med. Julia Hofmann & Dr. med. Jörg Zorn

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