Sollte man nach dem Überleben von Kammerflimmern einen Defibrillator anschaffen?

Viele Betroffene und auch Angehörige sind natürlich verunsichert und ängstlich, nachdem ein Kammerflimmern überlebt wurde. Verschiedene Maßnahmen können aber die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem erneuten Kammerflimmern kommt, extrem senken.

Zum einen ist die Behandlung einer möglichen ursächlichen Grunderkrankung (z.B. koronare Herzkrankheit oder Herzrhythmusstörung) bedeutsam. Zum anderen gibt es Medikamente, die den Herzrhythmus beeinflussen. Einige Patienten erhalten einen sogenannten "Cardioverter Defibrillator", der im Brustbereich implantiert wird. Dieser kann selbstständig einen zu hohen und bedrohlichen Herzschlag erkennen und diesen mit einem Stromstoß unterbrechen.

Bevor ein Erste-Hilfe-Defibrillator selbst angeschafft wird, sollten Sie in jedem Fall mit dem behandelnden Kardiologen sprechen. Im Handel erhältlich sind sogenannte automatisierte externe Defibrillatoren (AED). Um diese möglichst effektiv anwenden zu können, sind jedoch Schulungsmaßnahmen zur Anwendung dieser Geräte und der Reanimation wichtig. Die Deutsche Herzstiftung fordert in einem Positionspapier eine achtstündige Ausbildung sowie halbjährlich Auffrischkurse von zwei Stunden Dauer.

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Herzschrittmacher und Defibrillator

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