Was bedeutet plötzlicher Herztod?

Ein plötzlicher Herztod kann als Folge von Herzrhythmusstörungen eintreten. Diese Gefahr besteht am ehesten dann, wenn die Rhythmusstörungen im Bereich der Herzkammern lokalisiert sind. Allerdings ist der plötzliche Herztod zum Glück die Ausnahme und nicht die Regel bei Herzrhythmusstörungen.

Was genau passiert dann im Herzen? Aufgrund einer Reizleitungsstörung kann sich die elektrische Erregung, die für ein Zusammenziehen der Muskulatur unabdingbar ist, in den Herzmuskelzellen nicht mehr ordnungsgemäß ausbreiten. Dadurch arbeiten die Muskelzellen nicht mehr koordiniert zusammen. Das kann im Extremfall soweit gehen, dass der Auswurf des Blutes aus den Herzkammern nicht mehr möglich ist. Als Reaktion schnellt die Herzfrequenz hoch und beträgt bis zu 350 Schläge pro Minute. Es entsteht ein sogenanntes Kammerflimmern, das wiederum zum plötzlichen Herztod führen kann (wenn nicht sehr frühzeitig Hilfe kommt).

Eine Ursache dieser schwersten Herzrhythmusstörung ist oftmals eine Schädigung von Herzmuskelzellen im Rahmen der koronaren Herzkrankheit (KHK).

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