Was ist eine elektrophysiologische Untersuchung des Herzens (EPU)?

Eine elektrophysiologische Untersuchung, kurz EPU, ist eine direkt am Herzen durchgeführte Diagnostik, die es erlaubt, den Ursprungsort von Herzrhythmusstörungen aufzuspüren. Mit einer speziellen Kathetertechnik kann eine Elektrokardiographie (EKG) direkt am Herzen abgeleitet werden.

Dafür ist das Einführen mehrerer Eletrodenkatheter meist über die Leisten- oder die Schlüsselbeinvene nötig. Der Katheter wird dann bis in das rechte Herz vorgeschoben. Im Herz platzierte Elektroden ermöglichen einerseits die direkte Ableitung von Impulsen und Erregungen, andererseits die Stimulation des Herzens. Mithilfe einer Stimulation lassen sich u.U. Herzrhythmusstörungen auslösen, die aber jederzeit beendet werden können.

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Es lassen sich sowohl die Herzvorhöfe als auch die Herzkammern programmiert stimulieren, so dass die Untersuchung bei einem zu schnellen Herzschlag (Tachykardie) der Vorhöfe und der Herzkammern geeignet ist, den Ursprungsort der Tachykardie genau zu ermitteln.

Im Rahmen der Untersuchung ist auch eine Behandlung der Herzrhythmusstörung möglich. Die Herzrhythmusstörung auslösenden Bereiche des Herzmuskels lassen sich mit Hochfrequenzstrom veröden, d.h. stilllegen.

Autorin: Dr. med. Julia Hofmann

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