Was ist ein Event-Rekorder?

Herzrhythmusstörungen müssen nicht regelmäßig auftreten. Sie sind deshalb manchmal nicht zuverlässig in einer Elektrokardiographie (EKG) und auch nicht in einem Langzeit-EKG erfassbar. In diesen Fällen ist es möglich, dass die Betroffenen bei Beschwerden selbst ein EKG aufzeichnen, das nach einer Übermittlung der Daten per Telefon von einem Arzt ausgewertet wird.

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Ein Event-Rekorder besitzt etwa die Größe einer Kreditkarte oder eines Mobiltelefons und ist einfach mitzuführen. Bei Beschwerden muss der Rekorder nur gegen die Brust gedrückt werden und die Aufzeichnung des EKG’s beginnt. Die Aufzeichnungszeit beträgt in der Regel 30 bis 60 Sekunden. Die Daten werden an eine Datenbank oder ein GSM-Netz an einen Arzt oder eine Notrufzentrale weitergeleitet.

Besitzt das Gerät eine zusätzliche Mobiltelefonfunktion, ist neben der Datenweiterleitung an eine Notrufzentrale ein gleichzeitiges Gespräch mit einem Arzt, etwa über die Beschwerden oder therapeutische Hinweise möglich. Die Notrufzentrale kann darüber hinaus den Standort des Trägers bestimmen. Diese Technik nennt man auch Kardio-Telemetrie.

Autorin: Dr. med. Julia Hofmann

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