Welche Folgen kann eine Herzbeutelentzündung haben?

In den meisten Fällen heilt eine akute Herzbeutelentzündung von allein wieder aus. Allerdings ist dafür auch konsequente Schonung (eine Zeit lang mit Bettruhe) und meist zur Sicherheit auch ein Krankenhausaufenthalt notwendig.

Denn wenn es zu Komplikationen kommt, sind diese tendentiell gefährlich. So kann die Entzündung des Herzbeutels auch dessen glatte Oberfläche verändern. Es entstehen Narben und möglicherweise Kalkablagerungen, so dass das Herz nicht mehr so gut gleiten kann.

Bei zu viel Flüssigkeit im Herzbeutel wird's gefährlich

Möglich ist auch die Bildung eines Ergusses, also das Eintreten von Flüssigkeit in den Herzbeutel. Flüssigkeitsansammlungen mit einem ansteigenden Druck im Herzbeutel können die Bewegungsmöglichkeit des Herzens einschränken, im Extremfall sogar so sehr, dass die Pumpfunktion des Herzens stark eingeschränkt ist. Man spricht auch von Perikardtamponade. Diese ist akut lebensbedrohlich. Mögliche Symptome der Herztamponade sind gestaute Halsvenen, niedriger Blutdruck, Herzrasen und eine Mangeldurchblutung des Körpers, die sich in einer bläulichen Hautfarbe, zurückgehender Urinmenge und Schock äußern kann.

Bei der chronischen Perikarditis besteht häufig ein anhaltender Erguss. Dieser lässt sich oft nur behandeln, indem man chirurgisch den Herzbeutel eröffnet, damit die Flüssigkeit abfließen kann (innere Drainage). Diese Technik nennt man Fensterung.

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