Wie verläuft eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis)?

Der Verlauf einer Myokarditis ist sehr unterschiedlich. Während ein großer Teil dieser Herzmuskelentzündungen asymptomatisch verläuft und auch wieder von selbst ausheilt, können einzelne Fälle sehr dramatisch sein und innerhalb kurzer Zeit zum Tod führen.

Akut bis chronisch

Ein Großteil der Herzmuskelentzündungen entsteht in den westlichen Ländern als Folge von viralen Infekten. Natürlich führt aber umgekehrt nicht jeder Schnupfen gleich zu einer Myokarditis.

Die Erkrankung kann ganz unterschiedlich verlaufen. Mediziner unterscheiden folgende Formen der Myokarditis:

  • aktiv akut
  • abheilend
  • grenzwertig (Borderline)
  • chronisch

80 % heilen aus

Ein Großteil der Betroffenen hat keine oder nur geringe Beschwerden. Ansonsten reicht das klinische Beschwerdebild von völlig asymptomatisch über Rhythmusstörungen und Brustschmerzen bis hin zu schwerer Luftnot mit Wasser in Lungen und Beinen.

Insgesamt heilen circa 80 % der Fälle komplett aus. Ein kleiner Teil kann jedoch leider auch chronisch verlaufen und Probleme mit sich bringen. Die ständige Inflammation (Entzündungsreaktion) kann dabei zu einer Herzinsuffizienz (Herzschwäche) führen. Hier sind dauerhafte medikamentöse Einstellung und ärztliche Überwachung unumgänglich, eine Ausheilung ist kaum noch möglich.

Die Prognose hängt insgesamt von der Herkunft der Erkrankung, dem Schwergrad und der körperlichen Verfassung des Betroffenen ab.

Autorin: Dr. med. Susanne Endres

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