Wie wird eine Endokarditis behandelt?

Eine Endokarditis ist eine Entzündung der Herzinnenhaut, also des Endokards. Besonders anfällig sind Herzklappen. Die Behandlung einer Endokarditis richtet sich also danach, ob die betroffene Herzklappe von der Entzündung zerstört wurde und daher nicht mehr schließt und ob die Bakterien, die die Entzündung verursachen, in einer Blutuntersuchung angezüchtet werden können: nur dann lässt sich sicher klären, welches Antibiotikum bei der Entzündung wirklich wirksam ist.

Immer im Krankenhaus

Eine Endokarditis muss immer im Krankenhaus behandelt werden, weil das Antibiotikum zumindest in den ersten Wochen über die Vene gegeben werden muss. Außerdem sind wiederholte Ultraschalluntersuchungen erforderlich, um zu erkennen, ob die Klappenfunktion unter der Entzündung leidet. Damit sich an den entzündeten Stellen im Herzen keine Gerinnsel bilden, muss meist über die Vene Heparin gegeben werden. Eine Endokarditis kann unter dem richtigen Antibiotikum und bei rechtzeitiger Behandlung folgenlos abheilen, allerdings muss das Antibiotikum dafür meist 6 Wochen eingenommen werden.

Autor: Dr. med. Sven Meyer

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