Welche Nebenwirkungen hat Telmisartan (Micardis)?

Wenngleich die Liste möglicher Nebenwirkungen von Telmisartan (Micardis®) lang ist, treten Komplikationen doch recht selten auf. Zu ihnen zählen unter anderem:

  • Anstieg von Kalium im Blut (Hyperkaliämie)
  • Infektionen zum Beispiel der Harnwege oder oberen Atemwege
  • Veränderungen des Blutbildes und Blutarmut
  • Einschränkung der Nierenfunktion oder Nierenversagen
  • niedriger Puls und Blutdruck (Bradykardie, Orthostase)
  • Schlaflosigkeit, Depression und Schwindel
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Rückenschmerzen
  • Brustschmerzen und Luftnot

Seltene Nebenwirkungen

Die oben beschriebenen Nebenwirkungen treten gelegentlich auf, das heißt bei maximal einer von 100 bis 1000 Personen. Weitere unerwünschte Effekte, die noch seltener vorkommen (bei einer von 1000 bis 10000 Personen) umfassen:

  • allergische Reaktionen einschließlich anaphylaktischem Schock (schwere Überemfindlichkeitsreaktion bis hin zum Kreislaufversagen)
  • niedrige Blutzuckerwerte (Hypoglykämie) bei Menschen mit Diabetes mellitus
  • Quaddelbildung (Urtikaria) und Schwellungen der Schleimhäute von Gesicht und Rachenraum (Angioödem)
  • Schmerzen in Gelenken oder Sehnen

Gut verträgliches Medikament

Im klinischen Alltag kontrollieren Ärzte vor und während der Gabe von Telmisartan – wie auch bei anderen Mitteln derselben Wirkstoffgruppe – Nierenfunktion und Kaliumwert. Hier kann es im Verlauf gelegentlich zu Anstiegen kommen. Bei einer Nierenschwäche muss zudem unter Umständen die Dosis angepasst werden.

Das Angioödem, bei dem Schleimhäute von Lippen, Augen und Rachenraum teils lebensgefährlich anschwellen können, tritt bei Sartanen allgemein selten auf. Telmisartan ist insgesamt gesehen ein gut verträgliches Medikament.

Autorin: Dr. med. Susanne Endres

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