Welche Nebenwirkungen können unter Losartan auftreten?

Wie alle Sartane gilt Losartan im Vergleich mit anderen Blutdrucksenkern als gut verträglich und nebenwirkungsarm. Gegenüber den ACE-Hemmern hat Losartan den Vorteil, nicht in den Stoffwechsel bestimmter körpereigener Substanzen (v.a. Bradykinin und Substanz P) einzugreifen, die als Regulatoren im Entzündungsgeschehen mitmischen. Eine positive Folge davon ist, dass der typische ACE-Hemmer-Reizhusten fast nie auftritt.

Zu den häufigeren Nebenwirkungen von Losartan (bei mehr als 1%, aber weniger als 10% der Anwender) zählen Schwindel, Müdigkeit und Kopfschmerzen. Auch erkältungsähnliche Infektionen zählen zu den häufigen Nebenwirkungen.

Im Blutbild können mitunter erniedrigte Zucker- und erhöhte Kaliumwerte auftreten (Hypoglykämie bzw.  Hyperkaliäme). Magen-Darm-Beschwerden und Kreislaufstörungen wie niedriger Blutdruck oder Herzklopfen werden gelegentlich beobachtet.

Kombinationspräparate noch verträglicher

Die Nebenwirkungen von Losartan sind im Allgemeinen gut beherrschbar. Das scheint erst recht für die Kombination von Losartan mit anderen Wirkstoffen zur Hochdruckbehandlung zu gelten, die häufig nicht nur als effektiver, sondern auch als verträglicher beschrieben wird.

Die schwerer lesbaren, dafür eher vollständigen Nebenwirkungshinweise finden Sie in der Gebrauchsinformation zum Medikament.

Autor: Dr. Hubertus Glaser

Alle Fragen und Antworten dazu finden Sie hier:
Losartan: Wirkung und Nebenwirkungen

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