Wie wirken Cumarin-Derivate?

Cumarin-Derivate bzw. Cumarin-Abkömmlinge stammen aus sekundären Pflanzenstoffen, den Cumarinen. Heutzutage angewendete synthetisch hergestellte Wirkstoffe sind Phenprocoumon, Warfarin und Acenocoumarol. Dabei handelt es sich um hochwirksame Gerinnungshemmer, die in Tablettenform eingenommen werden können.

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Die Wirkstoffe hemmen in der Leber die Vitamin-K-abhängige Bildung von Gerinnungsfaktoren. Die Blutgerinnungshemmung benötigt allerdings etwas Zeit, so dass meist einige Tage vergehen, bis die erwünschte volle Wirksamkeit eintritt.

Cumarin-Derivate sind zur vorübergehenden Gerinnungshemmung geeignet, aber auch für die Langzeittherapie. Sie kommen auch zum Einsatz bei Ersatz von Herzklappen, Vorhofflimmern und generell bei erhöhter Neigung zur Bildung von Blutgerinnseln.

Bei einer Einnahme von Cumarin-Derivaten ist die regelmäßige Kontrolle der Blutgerinnung wichtig, um die resultierende erhöhte Blutungsneigung zu überprüfen. Der optimale therapeutische Bereich muss bei den verschiedenen Erkrankungen individuell festgelegt werden. Dafür sind meist wöchentliche Blutabnahmen notwendig. Die Daten der Blutgerinnung und die Tabletteneinnahme werden zudem in einem Ausweis festgehalten, den Sie zur Sicherheit immer bei sich tragen müssen (z.B. für den Fall eines Unfalls oder einer Verletzung).

Nicht angewendet werden dürfen Cumarin-Derivate bei einer bereits erhöhten Blutungsneigung, bei Magen-Darm-Geschwüren, bei unbehandeltem oder schlecht eingestelltem Bluthochdruck sowie in der Schwangerschaft und Stillzeit.

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