Wann dürfen ACE-Hemmer nicht eingenommen werden?

Insgesamt zählen die häufig verschriebenen ACE-Hemmer zu den vergleichsweise gut verträglichen Medikamenten. In der Schwangerschaft dürfen sie aber nicht eingesetzt werden, da sie beim heranwachsenden Kind Störungen des Wachstums und der Knochenbildung hervorrufen und sein Sterblichkeitsrisiko erhöhen können. Auch in der anschließenden Stillzeit sind die ACE-Hemmer zu meiden.

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Zu weiteren Situationen, in denen ACE-Hemmer nicht eingenommen werden sollen, zählen u.a.:

  • Verengung der Nierenarterie;
  • wenn nur noch eine Niere vorhanden ist;
  • nach einer Nierentransplantation;
  • stark geschwächte Nierenfunktion (Laborwert: Kreatinin-Clearance < 30 ml/min);
  • Funktionsstörung der Leber;
  • Herzklappenfehler (Mitral- oder Aortenklappenstenose);
  • Verengung der Hauptschlagader (Aortenstenose);
  • hypertrophe Kardiomyopathie (spezielle Form einer Herzmuskelerkrankung);
  • primärer Hyperaldosteronismus (spezielle Form des Bluthochdrucks);
  • vermindertes Blutvolumen;
  • Kalium-Erhöhung im Blut vor Beginn der Behandlung.

Autor: Dr. Hubertus Glaser

Alle Fragen und Antworten dazu finden Sie hier:
ACE-Hemmer

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