Wann darf eine Thrombose nicht mit einer Thrombolyse (Auflösung des Blutgerinnsels) behandelt werden?

Nicht in jedem Fall ist eine medikamentöse Auflösung des Blutgerinnsels in der betroffenen Vene geeignet. Die typischen Thrombolyse-Medikamente wie Streptokinase, Urokinase und Plaminogenaktivator dürfen bei schweren allgemeinen Krankheiten, Krebs, verminderter Lebenserwartung und auch bei Menschen über 70 Jahren nicht verabreicht werden.

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Gegen die Anwendung spricht auch ein erhöhtes Blutungsrisiko bzw. geplante Eingriffe, die mit Blutungen einhergehen können. Das gilt zum Beispiel für Muskelinjektionen, Punktionen von Arterien oder Operationen. Auch nach einem Schlaganfall, bei Bluthochdruck und bei Magenschleimhautentzündungen sowie Geschwüren des Magen-Darm-Trakts ist die Blutungsgefahr erhöht, so dass auf eine Thrombolyse-Behandlung in der Regel lieber verzichtet wird.

Nach Injektionen, Operationen und einem Schlaganfall muss erst einige Zeit vergehen, bis sich dieses Blutungsrisiko verringert.

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