Ist Atemnot auch drei Monate nach einer Lungenembolie noch normal?

Nein, normalerweise wird der Embolus (der verstopfende Pfropf) in der Lunge selbst bei großen Lungenembolien vom Körper aufgelöst (endogene Fibrinolyse). Das bedeutet, dass die betroffenen Gefäße wieder durchgängig sind und sich der Druck in der Lunge und die Organfunktion nach drei Monaten normalisiert bzw. erholt haben sollten.

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Probleme entstehen, wenn das Blutgerinnsel nicht abgebaut, sondern umgebaut wird und im Lungengefäß verbleibt. Warum das bei einigen Betroffenen passiert, ist bislang unklar.

Autorin: Dr. med. Julia Hofmann

Alle Fragen und Antworten dazu finden Sie hier:
Lungenembolie: Ursachen, Behandlung & Folgen

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Kommentare (1)
Zustand nach Lungenembolien
1 Sonntag, den 12. April 2015 um 05:49 Uhr
Dietmar Ellermeier
Wenn sich durch mehrere Lungenembolie-Ereignisse, durch Thromben verursacht, diese Verstopfungen zu Narbengewebe umwandeln und nicht auflösen, nennt man das CTEPH chronisch thrombembolische pulmonalarterielle Hypertonie. Wenn möglich sollten die Verstopfungen durch eine PEA OP (am offenen Herzen) entfernt werden.
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