Wie sieht die Langzeitbehandlung nach einer Lungenembolie aus?

Die Langzeitbehandlung bei der Lungenembolie ist vor allem eine Vorbeugung. Sie zielt also auf die Vermeidung von Thrombosen und Embolien ab.

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Blutverdünner, Stützstrümpfe und Nikotinverzicht

Wichtig ist eine gerinnungshemmende Behandlung mit Blutverdünnern (Antikoagulantien) wie Marcumar® und Falithrom® oder den sogenannten neuen/direkten oralen Antikoagulantien (NOAK/DOAK) wie Pradaxa®, Xarelto®, Lixiana® oder Eliquis®.

In 90% der Fälle kommt das Blutgerinnsel in der Lunge ursprünglich aus den tiefen Becken- oder Beinvenen, das heißt neben der Embolie liegt oft auch eine Beinvenenthrombose vor. Zusätzlich zur blutverdünnenden Medikation erhalten Sie dann angepasste Kompressionsstrümpfe. Wichtig ist weiterhin, dass Sie sich regelmäßig bewegen und langes Sitzen vermeiden, sobald die Ärzte dies erlauben.

Bei einigen Erkrankungen ist das Risiko einer Thrombose und Lungenembolie insgesamt erhöht. Unter Umständen muss also die zugrundeliegende Krankheit mitbehandelt werden. Faktoren, die die Wahrscheinlichkeit von Thrombosen erhöhen, müssen ebenfalls ausgeschaltet werden. Hierzu gehört zum Beispiel der Nikotinverzicht.

Behandlung über mehrere Monate bis lebenslang

Wie lange Sie nach einer Lungenembolie Blutverdünner einnehmen müssen, richtet sich nach Ihrem Risiko, eine erneute Embolie oder Thrombose zu entwickeln. Die Zeiten variieren zwischen (drei bis) sechs Monaten und dauerhaft, also lebenslang, wenn Sie bereits mehrere Thrombosen hatten oder aufgrund einer Grunderkrankung ein deutlich erhöhtes Risiko haben.

Autoren: Dr. med. Susanne Endres, Dr. med. Julia Hofmann

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