Wie lange sollte eine medikamentöse Gerinnungshemmung bei einer Thrombose oder Lungenembolie durchgeführt werden?

Wie lange eine blutgerinnungshemmende Behandlung notwendig ist, hängt immer vom Einzelfall ab. Handelt es sich um das erste Ereignis einer Thrombose oder Lungenembolie und ist dieses auf einen vorübergehenden Risikofaktor wie eine Operation zurückzuführen, reicht meist eine dreimonatige Gerinnungshemmung aus.

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Dies gilt auch für Thrombosen des Unterschenkels ohne klare Ursache.

Bei Thrombosen des Oberschenkels ist die Blutverdünnung eher länger als drei Monate notwendig. Bei einer Thrombose aufgrund einer Erkrankung, zum Beispiel einer aktiven Krebserkrankung, beträgt die Behandlungsdauer drei bis sechs Monate.

Handelt es sich um ein wiederholtes Ereignis, gab es also schon vorher einmal eine Thrombose, kann eine lebenslange gerinnungshemmende Behandlung notwendig sein.

Autorin: Dr. med. Julia Hofmann

Alle Fragen und Antworten dazu finden Sie hier:
Lungenembolie: Ursachen, Behandlung & Folgen

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