Sind Lehmpackungen bei Krampfadern sinnvoll?

Lehm ist ein Naturprodukt und bei Krampfadern (Varizen) ideal zur äußerlichen Anwendung. Über Jahrhunderte hinweg waren Lehmanwendungen fester Bestandteil der ärztlichen Heilkunst. Pfarrer und Doktor Sebastian Kneipp (1821-1897) erkannte den Nutzwert und erzielte mit Lehmpackungen und Lehmwasser-Auflagen heilende Wirkung. Im Alter von 28 Jahren erkrankte Sebastian Kneipp an der damals tödlichen Tuberkulose und heilte sich mit einer Wasser-Therapie. Er wurde 76 Jahre alt.

Immer noch aktuell

Heute noch gehören Lehmpackungen mit großem Erfolg zu den Kneipp-Anwendungen. Kalter Lehm wirkt entzündungshemmend und entzieht überschüssige Hitze. Bei Krampfadern, venösen Stauungen und geschwollenen Beinen ist Lehm eine schnelle und preiswerte Hilfe.

Unsere 12 wichtigsten Tipps bei Krampfadern und Venenleiden

weiterlesen...

Lehmpackungen können Sie ohne Nebenwirkungen täglich anwenden. Wie das geht, erfahren Sie hier. Sie werden erstaunt sein, dass Sie direkt nach einer Lehmpackung deutlich weniger oder keine Schmerzen mehr spüren.

Auch bei anderen Beinproblemen sinnvoll

Lehmpackungen wirken an den Beinen entstauend und gefäßstärkend. Sinnvoll sind sie bei folgenden Beinerkrankungen:

  • Durchblutungsstörungen der Beine
  • geschwollene Beine
  • offene Beine
  • Krampfadern
  • Ödeme der Beine

Praktische Tipps zur Anwendung

Bei Krampfadern im allgemeinen ist es sinnvoll, die Beine hochzulagern. Das gilt auch für die Lehmpackung. Achten Sie darauf, dass die Fußspitzen etwas höher liegen als Ihr Gesäß. Aber nicht so hoch, dass die Beine in der Leiste abknicken. So unterstützen Sie den Lymphabfluss und entlasten die Beine.

Wenn Sie eine Lehmpackung selber herstellen möchten, kaufen Sie gereinigten Lehm in Pulverform. Das Pulver wird mit kaltem Wasser zu einem Brei verrührt, und fertig ist die Packung. Fertiger angerührter Lehm ist teuer und Sie bezahlen zugegebenes Wasser.

In Wunden und offene Beine darf wegen der Infektionsgefahr kein Lehm eindringen. Vorher gut abdecken.

Autorin: Marianne Valki-Wollrabe, Physiotherapeutin

Anzeigen