Kann bei Krampfadern eine Fibrose entstehen?

Ja. Wird bei Krampfadern keine Behandlung eingeleitet, kann sich eine Fibrose entwickeln – nicht über Nacht, aber langsam und stetig. Bei einer Fibrose handelt es sich um eine krankhafte Vermehrung von Bindegewebszellen. Liegt erst einmal eine ausgeprägte Fibrose vor, ist sie schwer zu behandeln.

Der Symptom-Komplex aus Venenschwäche, Krampfadern und fibrotischen Veränderungen entwickelt sich über mehrere Stadien. Die ersten Symptome sind müde und schwere Beine. Auch geschwollene Unterschenkel oder Fußknöchel sind ein typisches Frühsymptom. Unternehmen Sie nichts, können Besenreiser auftreten. Besenreiser sind kleine, rötlich-blaue Verästelungen der Venen, aus denen die gefürchteten Krampfadern entstehen. Spätestens jetzt sollten Sie handeln.

Pflegecreme und viel trinken

Durch die schlechte Durchblutung kann die Haut an den Beinen sehr trocken und schuppig werden, oft juckt sie auch. Vor allem der Unterschenkel und der Knöchelbereich sind oft betroffen. Befeuchten Sie in diesem Fall die betroffene Haut mit einer Pflegecreme.

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Und nehmen Sie außerdem viel Flüssigkeit zu sich. Es ist wichtig, dass Sie genügend trinken. Trinken Sie zu wenig, sterben Hautzellen ab, was eine Fibrose noch unterstützt. Um mit der Flüssigkeit eine positive Wirkung zu erzielen und den Wasserhaushalt auszugleichen, trinken Sie zwei Liter Tee oder Wasser am Tag.

Lieber vorbeugen

Eine Fibrose bei Krampfadern beginnt meist am Knöchel, weil an dieser Stelle die Haut sehr dünn ist und am schlechtesten durchblutet. Wenn sich der Knöchel bräunlich verfärbt und nicht behandelt wird, ist Ihnen eine Fibrose sicher. Die Haut wird lederartig und das Problem weitet sich auf die Wade aus. Diese dünne, lederartige Haut reißt schnell und am Knöchel entsteht schlimmstenfalls ein offenes Bein.

Prävention ist der beste Schutz. Wer viel sitzt oder übergewichtig ist, sollte sich als Ausgleich viel bewegen, um einer Venenschwäche vorzubeugen.

Autorin: Marianne Valki-Wollrabe, Physiotherapeutin

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