Wie kann der Arzt ein Aneurysma feststellen?

Aneurysmen werden häufig zufällig entdeckt, meist bei Untersuchungen, die aufgrund einer anderen Ursache durchgeführt werden. Dies können Ultraschalluntersuchungen, Röntgenaufnahmen, Magnetresonanz- oder Computertomographie-Untersuchungen (MRT, CT) sein.

Auch wenn keine subjektiven Beschwerden vorhanden sind, können bei der körperlichen Untersuchung Auffälligkeiten bestehen, z.B. Strömungsgeräusche über dem Aneurysma oder ein unklarer Tastbefund. Für den Arzt sehr wichtig ist zudem die Erfassung von Risikofaktoren der Arteriosklerose (als häufigster Ursache eines Aneurysmas).

Bei Verdacht auf ein Aneurysma, etwa der Brust- oder Bauchaorta, ist zunächst eine Ultraschalluntersuchung sinnvoll. Bildgebende Verfahren wie MRT und CT liefern ein genaueres Bild der Gefäße und helfen, die Größe eines Aneurysmas genau zu bestimmen. In einigen Fällen kann eine Röntgenkontrastuntersuchung der entsprechenden Gefäßabschnitte (Angiographie) hilfreich sein.

Bei Verdacht auf eine genetisch bedingte Bindegewebsschwäche (Marfan-Syndrom) ist es wichtig, die zugrundeliegende Erkrankung zu identifizieren. Dafür eignen sich genetische Untersuchungen beim Betroffenen, und bei positivem Befund auch bei dessen Familie.

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