Bei welchen Fettstoffwechselstörungen erhält man Fibrate?

Fibrate sind Wirkstoffe, die den Triglycerid-Spiegel senken und den Anteil des "guten" Cholesterins (HDL-Cholesterin) erhöhen. Damit beeinflussen sie die beiden entscheidenden Stellschrauben bei erhöhten Blutfetten. Trotzdem gelten sie heute nach Empfehlungen einer EU-Gesundheitskommission als Wirkstoffklasse zweiter Wahl. Die neuere Wirkstoffgruppe der "Statine" gilt als noch effektiver und verträglicher.

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Der Wirkstoffmechanismus der Fibrate ist trotz jahrzehntelangem Einsatz dieser Gruppe nicht nur kompliziert – er ist nicht mal vollständig verstanden. Den Triglycerid-Gehalt im Blut senken Fibrate mehr oder minder direkt. Beim Cholesterin sorgen sie auf zwei Wegen dazu, dass vermehrt dichtgepackte Cholesterin-Pakete für den Bluttransport gebildet werden. Diese festverschnürten Transporter nennt man auch HDL-Cholesterin. Der Effekt: Es fällt auf dem steinigen Weg durch die Blutbahn weniger Cholesterin hinten runter, das sich dann an den Gefäßwänden ablagern könnte (Arteriosklerose).

Wirkstoffe und Präparate

Zu den Fibraten gehören u.a. die Wirkstoffe:

  • Bezafibrat
  • Fenofibrat
  • Gemfibrozil

Zu den viel verschriebenen Präparaten mit Eigennamen gehören u.a.:

  • Delix®
  • Gevilon®
  • Lipidil®
  • Lipox®
  • Normalip®

Nicht erlaubt ist der Einsatz von Fibraten bei Leber- und Gallenerkrankungen.

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