Stress-Analyse zeigt Infarktrisiko

Die Gefahr eines Herzinfarkts kann relativ gut mit Hilfe der sogenannten Stress-Echokardiographie ermittelt werden. Hinter dieser etwas zungenbrecherischen Bezeichnung steckt eine Ultraschalluntersuchung des Herzens unter Belastung.

Die Untersuchung ist relativ einfach. Man steigt auf einen sogenannten Fahrrad-Ergometer, tritt kräftig die Pedalen und währenddesssen beobachtet der Arzt das Herz mit dem Ultraschallgerät. Bestehen besorgniserregende Verengungen der Herzkranzgefäße, sieht man das an typischen Wandbewegungen des Herzens. Die Methode kommt ohne Röntgenstrahlen und ohne Katheter aus.

Besonders bei Frauen und bei Menschen mit Diabetes eigne sich diese Früherkennungsmethode, so Echokardiographie-Experte Dr. Ralph Stephan von der Universitätsklinik Mainz. Denn gerade bei Frauen werden verengte Herzgefäße oft zu spät erkannt, weil die Symptomatik weniger ausgeprägt ist. Und bei der Zuckerkrankheit besteht ein besonders hohes Risiko für eine koronare Herzkrankheit bzw. einen Herzinfarkt.

Autoren: Christian Sachse & Dr. med. Jörg Zorn, 8.03.2011
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin (DEGUM)

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