Im Flugzeug drohen Embolien

Auf Langstreckenflügen steigt das Risiko für Embolien. Da immer mehr ältere Passagiere Fernreisen unternehmen, wird diese Gefahr weiter zunehmen, wie jetzt eine Studie im renommierten Fachblatt "The Lancet" unterstreicht.

Bei langen Flügen drohen vor allem sogenannte Thromboembolien. Das sind akute Gefäßverschlüsse, die durch ein fortgespültes Blutgerinnsel entstehen. Meist ist ein Gerinnsel (Thrombus) in den Beinvenen der Ursprung. Verstopft der Thrombus ein Lungengefäß, kann das lebensbedrohlich sein.

Hauptursache solcher "venöser Thromboembolien" ist Bewegungsmangel. Und vorgeschädigte Beinvenen, aus dem Nichts bildet sich solch ein Gerinnsel nämlich nicht. Und genau diese Kombination (vorgeschädigte Gefäße und längerer Bewegungsmangel) kommt naturgemäß bei älteren Menschen, die sich auf einen Langstreckenflug begeben, besonders häufig vor. Vor allem in der Economy Class (der "Holzklasse"). Aber diese Erkenntnis hilft kaum weiter, denn wer kann sich einen Überseeflug in der Business Class schon leisten. Bereits nach vier Stunden im Flugzeug steigt das Risiko für Embolien relevant an.

Und wie schützt man sich am besten dagegen?



Drei Tipps zur Vorbeugung von Embolien im Flugzeug:

  • viel trinken
  • immer wieder aufstehen und bewegen (am besten kleine gymnastische Übungen, mindestens aber auf und ab gehen)
  • häufig die Sitzposition verändern
  • Stützstrümpfe anziehen (vor allem bei bekannten "schlechten Venen"), auch wenn das unangenehm warm ist


Autoren: WANC/, 18.02.09
Quelle: The Lancet

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