Ärger: Gift für Herzpatienten

Positive Gefühle können das Herz schützen, negative dagegen ihm sehr schaden. Dies bestätigt eine Studie, die über zehn Jahre lang 228 Patienten beobachtete, die einen Herzinfarkt erlitten hatten. Demnach scheinen Ärger und Stress das Herz-Kreislauf-System zusätzlich zu belasten. Wer sich viel ärgerte und oft wütend war, hatte ein 2,3fach erhöhtes Risiko für einen erneuten Herzinfarkt im Vergleich mit denjenigen, die sich wenig ärgerten.

Ähnlich erhöhte Stress das Risiko für einen neuerlichen Herzinfarkt. Sehr gestresste Patienten waren um den Faktor 1,9 mehr gefährdet als die entspannteren.

Die Wissenschaftler vom Institut für Klinische Physiologie im italienischen Pisa berichten, dass eine Verhaltensänderung das Leben verlängern kann. Wer sich mit positiven Gefühlen beschäftigt, der schützt sein Herz. Dazu zählen Phantasie, Mitgefühl und spirituelle Interessen.

WANC 02.09.2011
Quelle: European Society of Cardiology (ESC)

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