Schlaganfall und Herzinfarkt: Neuer Blutmarker zur Früherkennung

Die Gefahr, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, lässt sich künftig möglicherweise mit einem Blutmarker schon im Vorwege erkennen. Das im Körper gebildete Molekül CD 154 erwies sich in Studien als zuverlässiger Indikator für einen herannahenden Gefäßverschluss - zumindest bei Personen mit Nierenschwäche.

Da Menschen mit eingeschränkter Nierenfunktion (Niereninsuffizienz) unter besonders hohem Risiko für Gefäßverschlüsse stehen, gingen Wissenschaftler der Universitätsklinik Charité in Berlin der Aussagekraft von CD 154 zunächst bei dieser Patientengruppe nach. Bei allen Personen dieser Gruppe, die im weiteren Verlauf einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten, war zuvor der CD-154-Spiegel im Blut erhöht gewesen.

Marker für Entzündungsprozesse in den Blutgefäßen

Das Molekül CD 154 ist eine Art Entzündungsmarker. Spielen sich in den Blutgefäßen entzündliche Prozesse ab (und genau das ist bei den Gefäßwandveränderungen, die einem Herzinfarkt oder Schlaganfall vorausgehen, der Fall), entsteht mehr CD 154.

Somit könnte mit der Messung dieses Blutwertes eine effektive Früherkennung möglich werden, was wiederum das Geschehen verhindern könnte. Im nächsten Schritt muss nun untersucht werden, ob dieser Zusammenhang auch bei gefährdeten Menschen ohne Nierenprobleme besteht.


Autoren: WANC/, 07.03.07

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