Herzinfarkt: Erst ignorieren wir die Gefahr, dann erkennen wir sie zu spät

Es beginnt aus heiterem Himmel: plötzliche Bauchschmerzen, kalter Schweiß, Übelkeit und Erbrechen, Luftnot und Rückenschmerzen. Würden Sie da an Herzinfarkt denken? Sicher nicht. Doch gerade bei Frauen kann sich ein Herzinfarkt oft sehr untypisch äußern. Also durchaus mal ohne die charakteristischen Schmerzen in der Brust und stattdessen mit den oben beschriebenen Symptomen.

Warten Sie nicht zu lange ab!

Damit ist ein Kernproblem des Herzinfarkts genannt: Er wird oft zu spät erkannt. Denn gerade weil jeder glaubt, nur bei heftigsten Brustschmerzen könne es sich um einen Herzinfarkt handeln, warten viele Betroffene bei untypischen Beschwerden oft zu lange ab. Beim Herzinfarkt geht es aber um jede Minute. Um so schneller ein Notarzt vor Ort ist, um so schneller man ins Krankenhaus kommt, um so besser stehen die Chancen, den Herzinfarkt zu überleben.

Aber auch in den Jahren vor einem Herzinfarkt gibt es Warnhinweise, die leider viel zu häufig übersehen werden. Auch, weil man sie nicht sehen will. Bluthochdruck zum Beispiel. Er ist eine der Hauptursachen des Herzinfarkts. Da ein zu hoher Blutdruck aber selten weh tut, wird er von den Betroffenen erstens nicht bermerkt und zweitens nach erfolgter Diagnose oft nicht wirklich ernst genommen. Ähnliches gilt für erhöhte Cholesterinwerte im Blut.

Tipps zur Vorbeugung

Und was kann man nun tun?

  • Lassen Sie spätestens ab einem Alter von 40 Jahren regelmäßig Ihren Blutdruck messen.
  • Hören Sie mit dem Rauchen auf.
  • Ernähren Sie sich gesund. Mit viel Obst und Gemüse, mit wenig tierischen Fetten.
  • Bauen Sie Übergewicht ab.
  • Bewegen Sie sich viel und regelmäßig.

WANC/zo 01.09.06

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