Durchblutungsstörungen der Beine: Neuer Bluttest auf Herzrisiko?

Für Menschen mit arteriellen Durchblutungsstörungen der Beine sind nicht nur die Schmerzen – vor allem beim Gehen – ein Problem. Oft ist außerdem das Herz gefährdet. Österreicher Wissenschaftler haben jetzt einen Blutmarker entdeckt, mit dem sich das Risiko für das Herz möglicherweise besser vorhersagen lässt.

Die Forscher aus Linz beobachteten fast 500 Patienten mit "peripherer arterieller Verschlusskrankheit" (auch Schaufensterkrankheit oder Raucherbein genannt, im Prinzip eine mangelnde Versorgung der Beine wegen verengter Arterien) über mehrere Jahre. Dabei stellten sie fest, dass bei denjenigen, die in dieser Periode verstarben, auffällig häufig ein bestimmtes Protein im Blut erhöht war: NT-proBNP. Hinter diesem etwas kryptischen Namen steckt ein Eiweißstoff, der vor allem bei chronischer Herzschwäche ansteigt.

Wenn sich diese Ergebnisse bestätigen, ließe sich damit ein Bluttest entwickeln, der das Herzrisiko bei Patienten mit Durchblutungsstörungen der Beine bestimmt. Inwieweit das freilich praktische Relevanz hat, ist noch fraglich, denn ein angegriffenes Herz lässt sich natürlich auch anders feststellen.

Autoren: WANC/, 03.09.08
Quelle: European Society of Cardiology

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