Herzinsuffizienz: Tausende Todesfälle vermeidbar

Die chronische Herzinsuffizienz (Herzschwäche) wird nach wie vor unterschätzt. Sowohl, was ihre Häufigkeit angeht, als auch was ihre Gefährlichkeit angeht. Zu diesem Urteil kommt die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie anhand einer aktuellen Studie, die das Wissen über und den Umgang mit der Herzschwäche abfragte (SHAPE-Studie).

Allein die Fakten sprechen für sich: Etwa 1,8 Millionen Menschen in Deutschland leiden an einer Herzschwäche, viele wissen nicht einmal davon. Pro Jahr fordert die Erkrankung über 50.000 Todesfälle. Und: Die Überlebensraten sind ungünstiger als bei vielen Krebserkrankungen. Fünf Jahre nach der Diagnosestellung leben nur noch rund 30% der Betroffenen.

Warum wird dann so wenig dagegen unternommen? Weil die meisten kaum etwas über die Erkrankung wissen und bei Warnsymptomen viel zu spät zum Arzt gehen. Und auch der macht nicht immer alles richtig. Oft werden nicht alle erforderlichen Untersuchungen zur Abklärung durchgeführt. Und nur 27% der Hausärzte entscheiden sich für die optimale Behandlung. Auch dies geht laut der Kardiologen-Gesellschaft aus der genannten Studie hervor.

Autoren: WANC/, 22.10.04

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