Was bedeutet Malignes Melanom im Stadium I für mich?

Das Stadium I beim Malignen Melanom bedeutet, dass die Hautkrebserkrankung noch nicht weit fortgeschritten ist und gute Chancen auf Heilung bestehen.

Kriterien für das Stadium I beim Malignen Melanom sind:

  • Der Tumor hat eine maximale Eindringtiefe in die Haut von zwei Millimetern.
  • Die benachbarten Lymphknoten und das zugehörige Lymphabflussgebiet sind komplett tumorfrei.
  • Es existieren keine Fernmetastasen (Tochtergeschwülste in anderen Organen).

Es gibt zwei Untergruppen

Beim Stadium I des Malignen Melanoms unterscheidet man zusätzlich nochmal zwischen A und B. Diese Aufteilung charakterisiert den Tumor in der feingeweblichen Untersuchung etwas genauer und hat Auswirkung sowohl auf die Ausbreitungsdiagnostik als auch auf die Nachsorge.

Unterschied zwischen Stadium IA und IB beim Malignen Melanom:

  • Stadium IA: Tumor ist kleiner als 1,0 mm, ohne Ulzeration (Geschwürbildung)
  • Stadium IB: Tumor ist  kleiner als 1,0 mm, aber mit Ulzeration bzw. Tumor ist zwischen 1,01 und 2,0 mm, aber ohne Ulzeration

Während beim Stadium IA nach der vollständigen chirurgischen Entfernung keine weiteren Maßnahmen erforderlich sind, werden beim Stadium IB zusätzlich folgende diagnostische Untersuchungen empfohlen:

  • Sonographie (Ultraschall) der benachbarten Lymphknotenregion
  • Bestimmung des Tumormarkers S100B im Blut
  • Wächterlymphknoten-Biopsie

Unterschiede auch in der Nachsorge

Auch die Nachsorge gestaltet sich unterschiedlich. Wenn bei Ihnen ein Malignes Melanom im Stadium IA festgestellt worden ist, dann lautet die Empfehlung, dass Sie sich in den ersten drei Jahren nach OP alle sechs Monate zur körperlichen Untersuchung beim Hautarzt vorstellen sollen. Danach sind nur noch jährliche Kontrollen erforderlich.

Die Diagnose Stadium IB erfordert dagegen eine etwas engmaschigere Nachsorge. Es wird empfohlen, sich alle drei Monate sowohl der körperlichen als auch der Blutuntersuchung zu unterziehen, die Lymphknoten sollten alle sechs Monate sonographiert werden. Wenn die Untersuchungsbefunde allesamt unauffällig sind, fallen die Abstände zwischen den Terminen im Verlauf größer aus.

Autorin: Dr. med. Sonia Trowe

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