Was bedeutet Stadium 0 bis IV beim Malignen Melanom?

Melanome lassen sich in fünf Stadien einteilen, bei denen u. a. die Einzelmerkmale Tumordicke, Lymphknotenbefall und Fernmetastasen berücksichtigt werden.

Das Stadium ist entscheidend

Eine offiziell anerkannte Stadieneinteilung des Melanoms ist wichtig, um Betroffene (im Hinblick auf den Krankheitsverlauf) besser einer definierten Risikogruppe zuordnen zu können. Erst die genaue Einteilung in ein klar definiertes Melanom-Stadium ermöglicht es den Ärzten, gezielt diagnostische und therapeutische Entscheidungen zu treffen.

Die mit römischen Ziffern versehenen Melanom-Stadien sind folgendermaßen definiert:

  • Stadium 0 entspricht dem Melanoma in situ. Es handelt sich um eine Vorstufe, die sich unbehandelt jedoch zum schwarzen Hautkrebs weiterentwickeln kann.
  • Stadium I hat eine maximale Tumordicke von zwei Millimeter, es existieren weder nahe noch ferne Metastasen (Tochtergeschwülste).
  • Im Stadium II ist der Tumor entweder bereits über zwei Millimeter dick oder er weist mit über einem Millimeter Ulzerationen (Geschwürbildung) auf.
  • Unter das Stadium III fällt jegliche Tumordicke (mit und ohne Ulzeration), wenn bereits Metastasen in nahen Lymphknoten bzw. innerhalb des Lymphabflussgebiets existieren.
  • Stadium IV ist durch Fernmetastasen gekennzeichnet.

Je höher die Ziffer, desto ungünstiger

Die Tumorstadien werden zusätzlich in eine A-, B- und C-Kategorie unterteilt. Diese Untergruppen berücksichtigen beim Melanom nochmal genauer die Kombination aus Tumordicke, Geschwürbildung und ggf. Anzahl der nahen Metastasen.

Sie sehen, das System ist nicht ganz unkompliziert und insbesondere für Nicht-Mediziner recht unübersichtlich. Grob zusammengefasst kann man aber sagen, dass die Prognose beim Melanom umso schlechter ist, je größer die Stadium-Ziffer ist.

Eine Ausnahme gibt es allerdings: Das Stadium IIC (Tumordicke über vier Millimeter, mit Ulzerationen, keine Metastasen) hat eine schlechtere Prognose als das Stadium IIIA (jegliche Tumordicke, aber ohne Ulzeration, mit nur mikroskopisch nachweisbaren Metastasen in bis zu drei Lymphknoten).

Autorin: Dr. med. Sonia Trowe

Anzeigen