Wer zahlt die Rehabilitation beim Malignen Melanom?

In der Regel ist die Deutsche Rentenversicherung der zuständige Kostenträger für die stationäre Rehabilitation beim Malignen Melanom.

Je nach Art der Rehabilitationsmaßnahme (Heilverfahren oder Anschlussheilbehandlung, AHB) sind Sie ggf. dazu verpflichtet, etwas zum stationären Aufenthalt zuzuzahlen. Ob und wieviel Sie letztendlich dazu geben müssen, hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Höhe der Zuzahlung variiert

Soll die Reha-Maßnahme beim Malignen Melanom direkt (innerhalb von zwei Wochen) im Anschluss an die Entlassung aus einem Akutkrankenhaus angetreten werden, erfolgt sie als sogenannte Anschlussheilbehandlung (AHB). Hierfür müssen Sie Zuzahlungen in Höhe von zehn Euro pro Kalendertag leisten und zwar für maximal 14 Tage.

Die Rehaleistung "Heilverfahren" ist dagegen eine Maßnahme, die unabhängig von einem Krankenhausaufenthalt beantragt und in Anspruch genommen werden kann. Hierfür sind ebenfalls Zuzahlungen in Höhe von zehn Euro pro Kalendertag für maximal 42 Tage fällig.

Zuzahlungen, die Sie im selben Kalenderjahr bereits für eine Krankenhausbehandlung oder Rehabilitation geleistet haben, werden allerdings bei beiden Reha-Maßnahmen berücksichtigt.

Zahlungsfrei ist…

Nicht jede Person, die eine onkologische Rehabilitationsmaßnahme antritt, muss mit zusätzlichen Kosten rechnen. Es gibt durchaus auch Ausnahmen bzw. Befreiungen von den Zuzahlungen.

Im Rahmen der stationären Rehabilitation beim Malignen Melanom müssen Sie keine Zuzahlung leisten, wenn Sie

  • bei Antragstellung jünger als 18 Jahre alt sind,
  • während der Reha-Maßnahme Übergangsgeld erhalten,
  • eine bestimmte Einkommensgrenze nicht erreichen (Erwerbseinkommen und mögliche Sozialleistungen werden hierbei zusammengerechnet),
  • Arbeitslosengeld II erhalten.

Abgesehen davon gibt es noch andere Umstände und Personengruppen, die ggf. einen Anspruch auf Kostenbefreiung geltend machen können. Erkundigen Sie sich diesbezüglich bei der zuständigen Rentenversicherung oder bei Ihrer Krankenkasse. Dort erhalten Sie auch die für die Zahlungsbefreiung erforderlichen Antragsformulare.

Autorin: Dr. med. Sonia Trowe

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